Ausflugsziele

Feldberg-Tagesausflug ab Höchenschwand: Gipfel, Seebuck, Feldsee

Der höchste Berg Baden-Württembergs liegt eine knappe Autostunde entfernt: Anfahrt, drei Touren zwischen Seebuck, Gipfel und Feldsee und was im Winter anders ist.

Der Feldberg ist das höchste Ziel im Schwarzwald und für Gäste in Höchenschwand ein klassischer Tagesausflug. Mit knapp 1.500 Metern ist er der höchste Berg Baden-Württembergs, seine Kuppe liegt über der Waldgrenze und wirkt bei klarem Wetter fast alpin. Ab Höchenschwand fahren Sie mit dem Auto etwa 40 bis 50 Minuten bis Feldberg-Ort. Dort starten alle wichtigen Wege: zum Seebuck mit Bismarck-Denkmal und Feldbergturm, zum eigentlichen Gipfel und hinunter zum Feldsee. Die anderen Ziele der Umgebung stellt die Seite Ausflugsziele ab Höchenschwand vor.

Der Feldberg in Zahlen und Begriffen

Ort Was es ist
Feldberg (Gipfel) höchster Punkt Baden-Württembergs, knapp 1.500 m, freie Kuppe mit Wetterstation
Seebuck Nebengipfel mit knapp 1.450 m über Feldberg-Ort, mit Bismarck-Denkmal und Feldbergturm
Feldsee eiszeitlicher Karsee unter der steilen Wand des Seebucks
Feldberg-Ort Ortsteil am Feldbergpass mit Parkplätzen, Haus der Natur und Talstation
Feldbergbahn Sesselbahn von Feldberg-Ort auf den Seebuck

Viele Besucher verwechseln Seebuck und Gipfel. Der Seebuck ist der Aussichtspunkt direkt über Feldberg-Ort, der eigentliche Feldberggipfel liegt etwa eine Gehstunde weiter westlich.

Anfahrt ab Höchenschwand

Mit dem Auto

Von Höchenschwand fahren Sie auf der B 500 nach Norden über Häusern und am Schluchsee vorbei in Richtung Feldberg. An der Kreuzung bei Bärental biegen Sie auf die Straße zum Feldbergpass ab. In Feldberg-Ort gibt es große, gebührenpflichtige Parkplätze und ein Parkhaus. An schönen Wochenenden und an Schneetagen sind sie früh voll. Wer vor 10 Uhr ankommt, hat es deutlich leichter.

Mit Bus und Bahn

Ohne Auto ist der Feldberg erreichbar, aber mit Umsteigen. Ein üblicher Weg führt mit dem Bus Richtung Schluchsee oder Seebrugg, dann mit der Dreiseenbahn bis Feldberg-Bärental und weiter mit dem Bus nach Feldberg-Ort. Planen Sie dafür deutlich mehr Zeit ein als mit dem Auto und prüfen Sie die Rückfahrt, bevor Sie losgehen. Hinweise zu Bus, Bahn und Gästekarten stehen unter Anreise und Mobilität.

Drei Touren für einen Tag

1. Kurz und aussichtsreich: Seebuck und Gipfel

Fahren Sie mit der Feldbergbahn auf den Seebuck oder gehen Sie den Weg von Feldberg-Ort hinauf. Oben stehen das Bismarck-Denkmal und der Feldbergturm, von dem aus der Rundblick noch weiter reicht. Vom Seebuck führt ein breiter Weg über den Grüblesattel zum Gipfel. Hin und zurück sind das einschließlich Pausen etwa zwei bis drei Stunden.

Gut für: Familien, Gäste mit wenig Zeit, Fotografen bei klarer Sicht.

2. Der Feldsee

Vom Parkplatz in Feldberg-Ort führen Wege durch Wald hinunter zum Feldsee. Der dunkle See liegt in einem Kar, einer Mulde, die ein Gletscher in der letzten Eiszeit ausgeschürft hat. Über ihm steigt die Wand des Seebucks steil an. Ein Rundweg führt um den See. Der Rückweg nach Feldberg-Ort geht bergauf, rechnen Sie insgesamt mit zwei bis drei Stunden.

Gut für: Naturfreunde, heiße Sommertage, Wanderer, die Wald dem offenen Gipfel vorziehen.

3. Alles in einem: Feldbergsteig

Der Feldbergsteig ist ein ausgeschilderter Rundweg ab dem Haus der Natur. Er führt auf den Seebuck, über den Grüblesattel zum Gipfel, an Hütten vorbei hinunter zum Raimartihof und um den Feldsee, bevor er zurück nach Feldberg-Ort steigt. Laut Tourenbeschreibungen ist er gut 12 Kilometer lang und hat rund 500 Höhenmeter. Mit Pausen ist das ein voller Wandertag.

Gut für: geübte Wanderer mit guter Kondition und festen Schuhen.

Tour Länge Gehzeit Anspruch
Seebuck und Gipfel je nach Startpunkt rund 4 bis 7 km 2 bis 3 Stunden leicht bis mittel
Feldsee-Runde ab Feldberg-Ort rund 5 bis 7 km 2 bis 3 Stunden mittel, Wiederaufstieg
Feldbergsteig gut 12 km 4 bis 5 Stunden mittel bis anspruchsvoll

Die Längen sind gerundete Werte und hängen von Variante und Startpunkt ab.

Naturschutzgebiet: Regeln am Feldberg

Der Feldberg gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten in Baden-Württemberg. Auf der Kuppe wachsen Pflanzen, die sonst eher in den Alpen vorkommen, und es leben empfindliche Vogelarten. Deshalb gilt:

  • auf den markierten Wegen bleiben, auch im Winter
  • Hunde an der Leine führen
  • keine Pflanzen pflücken, nichts liegen lassen
  • im Feldsee nicht baden und die Ufer nicht betreten, wo es untersagt ist

Ranger des Naturschutzzentrums informieren vor Ort. Das Haus der Natur in Feldberg-Ort zeigt eine Ausstellung über Landschaft, Tiere und Pflanzen und ist auch bei Regen ein gutes Ziel. Weitere Ideen für schlechtes Wetter sammelt der Artikel Regentag im Südschwarzwald.

Wetter am Feldberg

Auf dem Gipfel ist es im Mittel deutlich kühler und windiger als in Höchenschwand. Nebel kann in Minuten aufziehen. Nehmen Sie auch im Sommer eine warme Schicht und eine Windjacke mit. Bei Gewitter ist die freie Kuppe kein guter Ort, brechen Sie dann rechtzeitig ab.

Umgekehrt gibt es Tage, an denen der Feldberg das beste Ziel überhaupt ist: Bei Inversion liegt er über dem Nebel, und der Blick reicht über das Nebelmeer bis zu den Alpen. Webcams zeigen, ob sich die Fahrt lohnt.

Feldberg im Winter

Im Winter wird der Feldberg zum größten Skigebiet des Schwarzwalds. Lifte, Pisten und Skischulen konzentrieren sich um Feldberg-Ort und die benachbarten Hänge. Daneben gibt es Winterwanderwege, Loipen und Schneeschuhrouten. Einige Wege im Naturschutzgebiet sind im Winter gesperrt, um Wildtiere zu schützen. Die steilen Hänge über dem Feldsee sind dann tabu.

Für die Anfahrt brauchen Sie Winterreifen und etwas Geduld: An Schneewochenenden staut es sich am Feldbergpass. Was im Winter rund um Höchenschwand möglich ist, steht unter Winterurlaub.

Ein Tagesablauf als Beispiel

  • 8.30 Uhr: Abfahrt in Höchenschwand, damit Sie vor dem großen Andrang in Feldberg-Ort parken
  • Vormittag: mit der Bahn oder zu Fuß auf den Seebuck, weiter zum Gipfel, solange die Sicht am klarsten ist
  • Mittag: Einkehr in einer der Hütten oder Vesper aus dem Rucksack
  • Nachmittag: Abstieg zum Feldsee oder bei Regen ins Haus der Natur
  • Rückfahrt: über Bärental und den Schluchsee, bei schönem Wetter mit einem kurzen Halt am Seeufer

Checkliste für den Tagesausflug

  • Wetter und Webcam am Morgen prüfen
  • früh losfahren, Parkgebühr einplanen
  • feste Schuhe, Windjacke, warme Schicht, Sonnenschutz
  • Wasser und Proviant, Hütten haben Ruhetage
  • Fahrzeiten der Feldbergbahn vorab prüfen, sie ruht in Revisionszeiten
  • für die Rückfahrt mit Bus und Bahn die letzte Verbindung notieren

Feldberg mit Kindern

Der Feldberg ist auch mit Kindern ein lohnendes Ziel, wenn die Tour passt. Die Fahrt mit der Feldbergbahn auf den Seebuck ist für viele Kinder schon ein Erlebnis. Oben laufen sie über offene Wiesen, sehen bei klarer Sicht weit über den Schwarzwald und erreichen mit dem Bismarck-Denkmal schnell ein Ziel. Für Familien mit kleinen Kindern reicht das als Ausflug.

Ältere Kinder schaffen den Weg zum Gipfel. Der Feldsee ist ein gutes Ziel für Kinder, die gern am Wasser sind, der Rückweg bergauf braucht aber Ausdauer. Den kompletten Feldbergsteig sollten nur Kinder gehen, die längere Touren gewohnt sind.

Für Kinderwagen eignen sich nur die breiten Wege rund um Feldberg-Ort und einzelne befestigte Abschnitte. Auf dem Gipfelweg und am Feldsee ist eine Kindertrage die bessere Wahl. Bei Wind kühlt es oben schnell aus, packen Sie für Kinder Mütze und eine zusätzliche Jacke ein.

Quellen

  • Höhen und Naturschutzgebiet: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, Schutzgebietsverzeichnis
  • Feldbergsteig: Tourenbeschreibungen der Hochschwarzwald Tourismus GmbH und Tourenportale, Werte gerundet
  • Haus der Natur: Naturschutzzentrum Südschwarzwald
  • Fahrzeiten ab Höchenschwand: gerundete Werte, nicht gemessen
Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Wie lange fährt man von Höchenschwand zum Feldberg?
Mit dem Auto etwa 40 bis 50 Minuten, je nach Verkehr und Straßenlage. Die Strecke führt über die B 500 nach Norden Richtung Schluchsee und weiter in die Feldbergregion. An Wochenenden mit Schnee oder schönem Wetter kann es am Feldbergpass Stau und volle Parkplätze geben.
Kann man im Feldsee baden?
Der Feldsee ist kein Badesee. Er liegt im Naturschutzgebiet am Fuß der steilen Wand unter dem Seebuck, die Ufer sind empfindlich und das Wasser ist sehr kalt. Halten Sie sich an die Hinweisschilder vor Ort. Zum Baden eignen sich der Schluchsee und der Titisee.
Wie lang ist der Feldbergsteig?
Der Rundweg ist laut Tourenbeschreibungen gut 12 Kilometer lang und hat rund 500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Rechnen Sie mit vier bis fünf Stunden reiner Gehzeit. Er startet am Haus der Natur in Feldberg-Ort und führt über Seebuck, Gipfel und zum Feldsee.
Lohnt sich der Feldberg bei schlechtem Wetter?
Für Wanderungen eher nicht. Auf dem Gipfel ist es oft windig und nebelig, die Sicht kann fast null sein. Bei Regen ist das Haus der Natur in Feldberg-Ort eine Alternative. Prüfen Sie vor der Fahrt eine Webcam: Häufig liegt der Gipfel bei Inversion über dem Nebel, dann ist die Sicht besonders gut.

Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Höchenschwand im Web.